15 im Berg - Besuch der ZSA Sonnenberg in Luzern

Besuch ZSA Sonnenberg
Besuch ZSA Sonnenberg
Besuch ZSA Sonnenberg

Am Samstag 2. November hat sich eine Gruppe Offiziere aus Langenthal und Huttwil auf den Weg nach Luzern gemacht. Die Zugfahrt wurde für einen regen Austausch genutzt und bot auch die Gelegenheit gemeinsam einen kleinen Apéro einzunehmen.

Das Ziel war der Besuch der Zivilschutzanlage Sonnenberg im Luzerner Bruchquartier. Nach der Begrüssung durch unseren Guide, Claudio Birnstiel, sind wir via Spielplatz in die Anlage eingetreten. Als Einleitung wurde uns ein kurzer Film gezeigt, welcher die Umstände der damaligen Zeit aufgezeigte und die Notwendigkeit der Stadt Luzern zusätzliche Schutzplätze zu schaffen. Zurückversetzt in die 1970er Jahre wurden wir durch die siebenstöckige Kaverne und rund um die beiden Tunnelröhren der A2 geführt. Dabei kamen wir auch im Notspital mit 300 Betten und zwei Operationssälen vorbei. Weiter beherbergt die ZSA auch ein kleines Radiostudio. Die Küche im Berg war jedoch nur für die Verpflegung des Betriebspersonals vorgesehen und auch die Strom- und Wasserversorgung hätte lediglich für einen zweiwöchigen Aufenthalt gereicht.
Die Führung fand meistens im Konjunktiv statt, die Anlage wurde glücklicherweise nie genutzt.
Einzig im Jahr 1987 sollte das Konzept der ZSA Sonnenberg mit der Übung Ameise überprüft werden. 1300 Zivilschützer waren daran beteiligt, ohne zusätzliche Bevölkerung. Leider musste festgestellt werden, dass sich die vier rund 350 Tonnen schweren Tore nur langsam schliessen liessen. Auch konnte die Inneneinrichtung mit Betten und sanitären Anlagen nicht innert der geplanten Frist aufgebaut werden. Bereits damals wurde in Frage gestellt worden, wie sich das Zusammenleben von so vielen Personen auf das Zwischenmenschliche auswirken würde.

Im Jahre 2006 wurde schliesslich beschlossen, die Anlage zurückzubauen. Heute bietet die Kaverne im Notfall jedoch noch 2000 Luzernerinnen und Luzerner einen Schutzplatz. Des Weiteren gibt es bei Bedarf auch der Polizei die Möglichkeit rund 250 Personen festzuhalten.

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