Langenthaler Offiziere sagen JA zum neuen Kampfflugzeug

Hans-Jürg Käser
Rege Teilnahme an der VV

Am 03.07.2020 erfreute sich der Vorstand einer regen Teilnahme an der 172. Vereinsversammlung im Hotel Bären Langenthal. Mit 40 Anwesenden fiel die Teilnahme trotz besonderer Situation und entsprechender Massnahmen auf Grund des Virus SARS-CoV-2 im ähnlichen Rahmen wie in den Vorjahren aus.
Der Präsident Christoph Kuert blickt auf ein abwechslungsreiches Vereinsjahr 2019 zurück. Die verschiedenen Anlässe in den Bereichen Militär, Politik, Sport und Kultur stiessen auf ein breites Interesse. Den freiwilligen Organisatoren und Helfer gebührt ein grosses Dankeschön, so auch den beiden Jahressponsoren 2019 kummerpartner Architekten und Planer AG und Andreas Bandi. Der Mitgliederbestand sank im Vereinsjahr 2019 leicht von 207 auf 213. Nebst den bedauerlichen Austritten erfreut man sich der Neumitglieder verschiedenen Alters und verschiedener Dienstgrade.
Das Tätigkeitsprogramm im Vereinsjahr 2020 steht im Zeichen der Beschaffung des neuen Kampfflugzeugs (NKF). Am 11.08.2020 organisiert die Offiziersgesellschaft Langenthal und Umgebung ein Podium. Die Meinung der Vertreter beider politischer Lager sowie die Expertensicht sollen die Wichtigkeit dieses Geschäfts im Gesamtrahmen der militärischen Auftragserfüllung aufzeigen sowie zur objektiven Meinungsbildung beitragen. Vertreten wird auch Divisionär Bernhard Müller, Kommandant Luftwaffe sein. Der durch den Vorstand gemachte Antrag für eine «JA Parole zur Abstimmung vom 27.09.2020» wurde durch die Vereinsversammlung einstimmig angenommen. Für das Jahr 2020 wurde ein ausgewogenes Budget im Rahmen der letzten Jahre beschlossen. Auf Grund des Podiums wird mit leicht höheren Ausgaben gerechnet. Auch für das Jahr 2020 konnten zwei Jahressponsoren gefunden werden. Deren Engagement trägt massgeblich zur Realisierung des Tätigkeitsprogramms 2020 bei. Besten Dank für die Unterstützung von Lorenzo Cassani Kaderselektion und der Raiffeisen Aare-Langete.
Die Vereinsversammlung bedankt sich für das Engagement des Präsidenten und bestätigt diesen für weitere zwei Jahre in seiner Funktion, so auch der Revisor Lukas Felber. Viel Lob und Dank werden dem abtretende Vizepräsident Christoph Zaugg gebührt. Er hatte in den Jahren 2014 bis 2019 verschiedene Funktionen im Vorstand inne und hat den Vereinserfolg massgebend geprägt. In der Funktion als Vizepräsident wurde neu Pascal Brüllmann gewählt.
Im Nachgang an die ordentliche 172. Vereinsversammlung durften die Teilnehmer dem lebhaften Vortrag von Hans-Jürg Käser (alt Regierungsrat und Oberst aD) folgen. Als Übungsleiter der SVU 19 (Sicherheitsverbundsübung 2019) präsentierte er die neusten Erkenntnisse. Die SVU 19 beschreibt ein fiktives Szenario einer anhaltenden Terrorbedrohung in der Schweiz. In einer analytischen Phase wurde mittels 4 Lageberichten über mehrere Monate eine ausserordentliche Lage in der Schweiz beschrieben. Die anschliessende 52-stündige Stabsrahmenübung im November 2019 forderte die Organe des Bundes und der Kantone in der gemeinsamen Aktionsplanung. Dabei wurde die Wichtigkeit der Stabsorganisation eindrücklich aufgezeigt. Ein Ernstfall kennt keine Bürozeiten, entsprechend ist die Durchhaltefähigkeit bei der Stabsarbeit sicherzustellen. Gemäss Käser hat erfolgreiche Stabsarbeit mit gesundem Menschenverstand zu tun. Auch das vernetzte Arbeiten, die Kommunikation und das Unterlassen von Alleingängen sind elementare Bestanteile für den Erfolg. Dies untermauerte Bundesrätin Viola Amherd im Rahmen der Einführung in die Stabsrahmenübung. Gemäss Käser ist die Schweiz keine Insel der Glückseligen. Das Trainieren mit solchen grossen Übungen ist notwendig. Die mentale Befassung mit ausserordentlichen Situationen ist wichtig, um bei Krisen nicht unvorbereitet aus dem Gleichgewicht geworfen zu werden. Eine Woche nach der Stabsrahmenübung fand die Abschlussbesprechung mit den Teilnehmenden statt. Die SVU 19 erfreut sich eines positiven Echos, insbesondere auch bei den sonst eher kritischen Medien. Im verfassten Schlussbericht wurden die Erkenntnisse und vorgeschlagenen Konsequenzen festgehalten und der Politik unterbreitet (Quelle: Unter-Emmentaler, 10.07.2020, Hans Mathys).
Unser herzlicher Dank geht an Gastreferent Herrn Hans-Jürg Käser.

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